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Ex-Trainer Röber tritt nach

Schlechter Stil? Letzte gut gemeinte Ratschläge? Ich weiß nicht, was Jürgen Röber mit einem Interview in den Ruhr-Nachrichten bezwecken wollte, aber ich setze eine Auswahl seine Aussagen mal unkommentiert hier rein:

Zu Christoph Metzelder:

“Ich habe ihn anfangs anders eingeschätzt. Heute will ich es mal so ausdrücken: Im Training laufe ich immer vorne weg, ab und an stößt der Kringe dazu. Metzelder lässt sich lieber ans Ende zurückfallen.”

Zur Trainingseinstellung einzelner Spieler:

“In der letzten Woche konnten Metzelder und Kehl zumeist nicht trainieren. In der Freitagseinheit habe ich dann Zehn gegen Acht spielen lassen. Aber die beiden wollten nach einer Woche ohne Kugel am Fuß lieber ein bisschen laufen. Stellen Sie sich das vor. Ich musste sie umstimmen.”

Thomas Doll soll BVB vor dem Abstieg bewahren

Den HSV hat er von Platz 18 in die Champions-League und wieder zurück auf Platz 18 geführt. Bei Borussia Dortmund bekommt Thomas Doll eine zweite Chance zumindest den zweiten Teil seiner bisherigen Karriere vergessen zu machen. Doll galt zuletzt als “die” Identifikationsfigur des HSV und die sportliche Talfahrt war Doll zuletzt fast mitleiderregend im Gesicht anzusehen. Nach der Absage von Felix Magath hat Borussia Dortmund im zweiten Versuch den dritten Trainer für diese bislang verkorkste Spielzeit gefunden. Nach Bert van Marwijk und Jürgen Röber darf sich jetzt also Thomas Doll versuchen, Nachdem er vor sechs Wochen vom ebenfalls abstiegsbedrohten HSV entlassen worden war.

Doll, der zuvor einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008 unterschrieben hatte, lobte zunächst einmal den Verein und die Fans, sprach von einem „Gänsehautfeeling“ und brachte anschließend pflichtschuldig seine Überzeugung zum Ausdruck: „Die Mannschaft hat das Potenzial, um den Klassenverbleib zu schaffen.“

So oder so ähnlich hatte sich das auch vor etwas mehr als zwei Monaten angehört als Jürgen Röber vorgestellt wurde. Man darf gespannt beobachten, ob der Kumpeltyp Doll wirklich der richtige Trainer für die verunsicherte Mannschaft des BVB ist. Am 19. Mai, nach dem letzten Saisonspiel gegen Leverkusen, wird sich zeigen, ob die dortmunder Vereinsführung sich da richtig entschieden hat.

Jürgen Röber gibt beim BVB auf

BVB-Trainer Jürgen Röber hört mit sofortiger Wirkung bei der Schwarzgelb-Borussia auf. Laut BVB-Homepage haben dies Borussia Dortmund und Trainer Jürgen Röber “am Sonntag gemeinsam entschieden, das bis zum Saisonende laufende Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung zu beenden.” Zu seinen Gründen befragt sagte Röber: “In dieser schwierigen Situation geht es nicht um Personen, sondern einzig und allein um die Zukunft des BVB, deshalb habe ich meinen Rücktritt angeboten.” Dies scheint nach einer Bilanz aus 6 Niederlagen aus 8 Spielen und der 0:2-Heimniederlage gegen Abstiegskandidat VfL Bochum die logische Konsequenz.

Als Nachfolger werden unter anderem Thomas Doll, Felix Magath und Matthias Sammer gehandelt. Ein Engagement von Thomas von Heesen scheint indes nicht realisierbar zu sein.

Bereits in der Saison 1999/2000 hatte Dortmund im Kampf um den Klassenerhalt zweimal den Trainer gewechselt. Nach dem Rauswurf von Michael Skibbe nach dem 18. Spieltag folgte Bernd Krauss für elf Spiele, bevor das Duo Matthias Sammer und Trainer-Oldie Udo Lattek den BVB in den letzten fünf Saisonspielen vor dem Abstieg bewahrte.

Als Röber im Januar beim BVB antrat ging es auch um seine persönliche Reputation. Vor seinem Engagement beim BVB hatte Röber schon in Stuttgart, Berlin, Wolfsburg und Belgrad mit teils durchwachsenen Ergebnissen gearbeitet, so dass seine Chance in Dortmund als eine Art letzte Chance für Röber in der Bundesliga stilisiert wurde..

25. Spieltag: BVB vs. Bochum – Gekas schießt Dortmund auf den Weg in den Keller

Die Maßnahmen von BVB-Trainer Röber, sein Team in der Sportschule Kaiserau auf diese Partie vorzubereiten und sie auf einigen Positionen umzustellen, verpufften in der Anfangsphase wirkungslos. In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren nur eine Torchance, alles andere ging vom VfL aus. Glück und Roman Weidenfeller verhinderten jedoch, dass Dortmund mit Rückstand in die Kabine ging.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel. Bochum hatte die besseren Chancen und nutze diese irgendwann auch. Das Team von Trainer Marcel Koller bezwang den großen Nachbarn durch zwei Tore von Theofanis Gekas in der 47. und 83. Minute mit 2:0 und verschärfte damit die Krise des BVB.

Fazit: Bochum war das gesamte Spiel über die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Dortmund ist durch Punktgewinne der Konkurrenz nur noch einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt. Und ganz ehrlich: Wenn eine Mannschaft so spielt, hat sie in der ersten Liga auch nichts zu suchen. Es darf gespannt beobachtet werden, ob Dortmund handelt und Jürgen Röber im Amt bleibt.